Wirtschaftswissen als Allgemeinbildung

16.09.2014 | Abiturienten brauchen dringend ein solides Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen, als Verbraucher, Bürger und als Mitarbeiter in Unternehmen und Betrieben. Prof. Dr. Dirk Loerwald vom Institut für ökonomische Bildung, Universität Oldenburg, betonte in seinem Vortrag am 16. September 2014, dass Schülern an den Gymnasien und Gesamtschulen ein strukturiertes durchgängiges Wirtschaftswissen vermittelt werden muss. Niedersachsen ist mit dem Schulfach Politik/Wirtschaft bereits auf dem richtigen Weg. Allerdings ist dies es wert, fachliche Kompetenzen und sachliche Mittel weiter zu fördern. Prof. Loerwald zeigte, mit welchen Instrumentarien und didaktischen Methoden junge Menschen an den Wissensstoff für Wirtschaft herangeführt werden können. Dabei geht es nicht darum, ein Betriebswirtschaftsstudium vorzubereiten, sondern Abiturienten mit wirtschaftlichem Allgemeinwissen als Verbraucher, Bürger und Mitarbeiter in Unternehmen auszustatten. Das Institut für ökonomische Bildung hat dazu zahlreiche Veröffentlichungen und Materialien erarbeitet, die für das vom LC Göttingen angeregte Konzept einer „Business School“ für Lehrer und Schüler fruchtbar gemacht werden könnten. Prof. Dr. Günter Hirth, Leiter der Berufsbildung der Industrie- und Handelskammer Hannover verdeutlichte, dass sich die Zahl der Lehrstellenbewerber in den nächsten zehn Jahren von 73.000 auf 63.000 verringern werde. Darauf müssen sich die Gesellschaft und die Unternehmen rechtzeitig einstellen. Umso wichtiger ist es, dass Schüler bereits mit gutem Verständnis von Wirtschaft auf das Leben vorbereitet werden. Die Lions Clubs in Göttingen engagieren sich für die Unterstützung der Schulen, auch mit Angeboten zu Gastvorträgen.

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