Natürliche Lebensmittel - aber billig?

03.09.2014 | „Verbraucher wünschen sich mehrheitlich regionale, überschaubare und möglichst natürlich hergestellte Lebensmittel“, sagte Prof. Dr. Ludwig Theuvsen von der Fakultät Agrarwisschaften der Universität Göttingen auf seinem Vortrag im Club am 3. September. Im Gegensatz dazu hat sich aber in Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft ein Trend zu immer größeren Einheiten entwickelt. Denn größere Betrieb produzieren kostengünstiger als kleine, und die Betriebe sind zunehmend globalem Wettbewerb ohne Protektion durch die EU ausgesetzt. Je Liter Milch, je Mastschwein oder je Doppelzentner Getreide verdienen Landwirte wenig oder nichts. Damit eine Familie von ihrem Betrieb leben kann, sind daher relativ große Flächen erforderlich. Die Verbraucher müssen sich also klar darüber werden, dass regionale, naturnahe Lebensmittel mehr Aufwand erfordern und teurer sind als andere. Das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen einerseits und wirtschaftlichen Größenzwängen andererseits wird auch in Zukunft für intensive Diskussionen sorgen (LC Göttingen, 03.09.2014).

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