Weltkulturerbe mit Erholungswert bei uns vor der Haustür

Seit Mitte letzten Jahres ist der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel teil des Unesco Natur-und Kulturerbes der Welt. Keine 40 Minuten Fahrzeit mit dem PKW und Sie sind von Göttingen aus im kulturellen Paradies. Bei Sonnenschein wandern Sie durch den englischen Landschaftspark- etwas Luft in den Lungen ist nötig, denn es geht steil bergauf. Bis Anfang Oktober können Sie jeweils sonntags und mittwochs ab 14.30 Uhr die Wasserspiele erleben. Unter www.museum-kassel.de erhalten Sie weitere Informationen. Bei Regen fliehen Sie in die Gemäldesammlung im Schloss Wilhelmshöhe. Im 3. Obergeschoss finden Sie die Highlights der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Peter Paul Rubens zeigt mächtige Leiber und kräftige Schenkel in den unglaublichsten Stellungen in höchster Perfektion. Man merkt, er hat bei den großen Meistern der Renaissance (Tizian, Michelangelo oder Raffael) studiert und sein Können und Wissen in eine kraftvolle flämische Figurensprache umgesetzt. Kraftvoll gemalt ist auch "Der Mann mit dem Schlapphut" von Frans Hals. Man glaubt das Bild hängt in der falschen Abteilung: Pinselstrich neben Pinselstrich-scheinbar flüchtig und skizzenhaft gemalt- schaut Sie ein vornehmer Herr mit großem Schlapphut herausfordernd an. Man möchte das Bild zur Malerei des beginnenden 20. Jahrhunderts zählen, aber die Zeitangabe des Museums ist korrekt: um das Jahr 1660. Es ist nicht zu übersehen; das mächtige Bild Rembrandts "Jakob segnet Ephraim und Manasse". Etwas ratlos steht man davor, denn man kann die Szene nicht richtig deuten. Die Lösung steht im alten Testament, im Buch 1. Buch Moses 48,1-22. (12. September 2014, Dr. med. Martin Anschütz, Fachapotheker für Offizinpharmazie, LC Göttingen).

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