Steuerbescheide rechtzeitig prüfen

Bis zu 20% der Steuerbescheide in Deutschland sind falsch. Dies ist das Ergebnis eines Tests des Wirtschaftsmagazins Capital bei 572 Finanzämtern - der Bund der Steuerzahler schätzt die Fehlerquote sogar auf 30%. Die Fehler liegen oft an kleinen Ursachen, die beim Vergleich von Steuererklärung und Steuerbescheid schnell auffallen: Zahlendreher, fehlerhafte Angabe der Kinderzahl, eine falsche Steuertabelle oder ähnliches. Schon in der Steuerereklärung sind manche Bereiche sehr fehleranfällig: grundsätzliche Datenübertragungen und Angaben aus Bescheiden Dritter, zum Beispiel Nachweise der privaten Krankenversicherung über die gezahlten Beiträge. Arbeitgeber, Krankenkassen, das Jobcenter, aber auch Rentenkassen oder die Elterngeldstelle übermitteln alle wichtigen Daten elektronisch an das Finanzamt. Nicht immer sind die gespeicherten Daten richtig. Weichen die übermittelten Daten von den Angaben in der Steuererklärung ab, greift das Finanzamt in der Regel auf die fehlerhaften, elektronischen Daten zurück. Solche Werte sollte man daher mit den eigenen Angaben und Bescheiden der Krankenkasse abgleichen. Jeder Steuerpflichtige sollte also seinen Bescheid genau prüfen und Einspruch einlegen, wenn die Festsetzung durch das Finanzamt nicht richtig erscheint. ( 25. Jul 2014, Steuerberater Torsten Hollstein, LC Göttingen).

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