Barockkonzert in der Klosterkirche Nikolausberg



Göttingen, 10.5.2015 | Barockmusik in einer romanischen Klosterkirche überspannt bereits Jahrhunderte – interessant wird es aber, wenn diese auf modernen Saxofonen gespielt wird. Die Lions Clubs Göttingen und Göttingen-Hainberg haben das ELM-Saxophon-Quartett zu einem Benefizkonzert in die Klosterkirche in Nikolausberg eingeladen. Das Quartett spielt Barockmusik von Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann und im Kontrast dazu Stücke des aktuellen Jazz.

Das Konzert findet am Sonntag, den 14.06.2015, 17:00 h statt.
Eintritt 15 EUR. Der Erlös ist für die Flüchtlingshilfe in Göttingen bestimmt.
Vorverkauf:
Wiederholdt Bürobedarf, Prinzenstr. / Ecke Stumpfebiel
Tourist Information, Altes Rathaus
Edeka Markt, Nikolausberg, Resedaweg

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Das Elm Saxophon Quartett Holger Lustermann (Sopran- und Altsaxophon), Bernd Dallmann (Altsaxophon), Lorenz Däubler (Tenorsaxophon) und Thomas Mengler (Baritonsaxophon), gründeten im Jahre 2000 das Elm Saxophon Quartett. Seitdem zeigen sie in ihren Programmen, dass das Saxophon nicht nur im Jazz zu Hause ist, sondern auch hervorragend zu Barockmusik passt. Die vier Musiker präsentieren ihr Instrument in der ganzen Vielfalt seiner Ausdrucksmöglichkeiten mit spätbarocken Kompositionen von Corelli, Händel und Bach, aber auch mit Musik des Frühbarock und der Renaissance. Das Saxophon, 1840 erfunden, wurde erst im 20. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Jazz entdeckt. Auf die Frage, wie es zu dieser außergewöhnlichen Mischung kommt, antworten die Musiker: „Aus dem 19. Jahrhundert existiert kaum ernst zu nehmende Originalliteratur für das Saxophon, deshalb müssen wir Musik aus dieser Zeit bearbeiten. Dabei haben wir festgestellt, dass sich die Musik vor 1750 dafür besser eignet, als klassische oder romantische Musik, da viele Werke aus dieser Zeit einerseits nicht für eine bestimmte Besetzung gedacht war, und weil es andererseits zu dieser Zeit vollkommen legitim war, eigene Stücke aber auch Kompositionen der Zeitgenossen zu bearbeiten. Natürlich müssen wir beim Bearbeiten alter Musik stets beachten, dass wir nicht, oder nur sehr behutsam, in die Struktur des Originals eingreifen.“ Diese Werke, in einer lebendigen Art und Weise gespielt, können mühelos neben Werken der Jazzgrößen wie Charlie Parker, Miles Davis und eigenen Jazz-Kompositionen bestehen. Und das Verblüffende daran ist: beide Stilarten, die im Konzert mehrfach gewechselt werden, ergänzen sich harmonisch zu einem abwechslungsreichen Programm.
Holger Lustermann studierte an der Musikhochschule Trossingen das Hauptfach Klarinette. Seit 1991 ist er der stellvertretende Leiter der Kreismusikschule Helmstedt, unterrichtet die Fächer Klarinette und Saxophon. Darüber hinaus leitet er die Bigband der Musikschule.
Bernd Dallmann-Darley war über 15 Jahre in diversen Combos der Berliner Jazz-Szene aktiv und ist zurzeit Saxophonist der Braunschweiger Jazzformationen „Freelance“ und „Focuzz“. Seit 1995 ist er als Lehrer für das Fach Jazzsaxophon an der Städtischen Musikschule Braunschweig tätig und leitet dort die Jazzcombo und die Jugendbigband.
Lorenz Däubler hatte in Ansbach seinen ersten Saxophonunterricht bei Günther Buchloh und spielte dort in ver¬schiedenen Jazz- und Rockformationen. In Braunschweig konnte er weitere musikalische Erfahrungen mit Bands wie „Little Big Man“, „Fokuzz“ und „Atome“ sammeln.
Thomas Mengler studierte an der Musikhochschule in Hamburg die Fächer Fagott und Blockflöte. Nach zweijähriger Tätigkeit als Solofagottist bei den Hamburger Symphonikern trat er 1974 die Stelle des 1. Fagottisten im Staatsorchester Braunschweig an. Seit 1980 unterrichtet er an der Städtischen Musikschule Braunschweig die Instrumente Fagott, Blockflöte und Saxophon.

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